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1. BL: VISK verliert 4 Punkte gegen Hamburg und Halstenbek |
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Freitag, den 18. Februar 2011 um 03:11 Uhr |
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(Schü.) Noch vor einigen Wochen war hier zu lesen, dass - würden die britischen Buchmacher auch Wetten auf die 1. Bundesliga der Bohle-Kegler anbieten - es für einen korrekt getippten Klassenerhalt der VISK-Akteure eine hohe Gewinnprämie geben würde. Nach dem zurückliegenden Wochenende steht fest: Das insgeheim erhoffte Wunder von der Stör fand nicht statt - jetzt muss sich für den Rest der Saison niemand mehr mit theoretischen Denkmodellen im Hinblick auf einen Verbleib in Deutschlands höchster Punktspielstaffel beschäftigen.
Der Verein Itzehoer Sportkegler, bis zur Serie 2009/10 noch unter dem Namen des früheren Traditionsvereins ISV 09 angetreten, der 1994/95 den Titel in der 2. Bundesliga Nord holte, damit den Aufstieg zur 1. Bundesliga erreichte und dort 1995/96 sowie 2004/05 die Deutsche Vizemeisterschaft errang, schaffte es nicht mehr, den Fahrstuhl nach unten anzuhalten. Von den sechs Punkten, die auf den heimischen Bahnen auf Stahfast zu vergeben waren, konnten die Itzehoer Präzisionssportler gerade einmal zwei - und diese auch nur so gerade eben - retten.
Die Samstagsansetzung gegen den Aufsteiger KSK Hamburg 46 aus der 2. Bundesliga Nord/West gingen am Sonnabend mit 5.323:5.342 (Diff.: -19) Holz und 0:3 (2:4) Zählern verloren. Die Sonntagsbegegnung mit dem KSV Halstenbek konnten die Steinburger mit 5.353:5.344 (Diff.: +9) Holz knapp gewinnen, überließen aber mit 2:1 (3:3) Punkten den Zusatzzähler ihren Gästen aus dem Nachbarkreis Pinneberg. In der Tabelle ist der VISK mit 14:34 (37:59) Punkten unwiderruflich das Schlusslicht und wird damit sicher absteigen.
VISK – Hamburg 46: 5.323:5.342 Holz - 0:3 (2:4) Punkte Wieder einmal mit leicht verändertem Kader gingen die Itzehoer in beide Wochenendbegegnungen (Daniel Lohse war beide Tage beruflich verhindert). Im Anstart blieb Stephan Zipkat (894) trotz starker Leistung um ein Holz hinter Patrick Schumacher (895) zurück, während Ingo Nowak (902!) im Duell der Mannschaftsbesten mit dem Tageshöchstwurf glänzte und einen Kegel mehr umwarf als der herausragendste Hamburger Utz Strehmel (901!). Im mittleren Starterfeld kam Peter Voigt gar nicht zurecht und wurde ab dem 76. von 120 Würfen durch Guido Schümann ersetzt, der das Resultat auf 875 Holz verbesserte. Axel Maaß (878) tat sich sehr schwer, zog aber gerade noch an Benjamin Rudolphf (875) vorbei. Zur Schlussrunde stand das Spiel auf des Messers Schneide – gab es doch einen Vorsprung von sechs Holz für die Hanseaten. In einem atemberaubenden Finale hatten Sönke Lohse (887) und Frank Gerken (auch 887) das Nachsehen gegenüber Stefan Prentkowski (890) und Michael Jirsak (897). Mit 19 Holz voraus gewannen die Athleten von Alster und Elbe und entführten dabei auch alle drei Zähler.
VISK – KSV Halstenbek: 5.353:5.344 Holz - 2:1 (3:3) Punkte Im Nachbarschaftsduell blieb Guido Schümann auf die Rolle des Beobachters von der Reservebank aus beschränkt. Die VISK-Startachse trumpfte sowohl mit Stephan Zipkat (895) als auch mit dem Mannschaftsbesten Ingo Nowak (906!) stark auf. Indessen zeigte sich auch Rainer Hebisch (898) in sehr guter Spiellaune, und auch Thorsten Bätje (885) traf ganz ordentlich. Peter Voigt (890) wetzte die Scharte der schwachen Leistung des Vortages wieder aus, und auch Axel Maaß (896) wirkte wie ausgewechselt und lieferte ein sehr gutes Resultat ab. Olaf Hebisch (875) konnte da nicht mithalten, aber Oliver Kovacecic (903!) trommelte unentwegt und kegelte sich wie im Rausch zur Bestleistung der Gäste. Da die Itzehoer zur Schlussachse mit 26 Holz führten, wäre eigentlich zumindest für den Spielgewinn keine Gefahr gewesen – der Zusatzpunkt war noch in jeder Hinsicht offen. Aber es kam anders: Sowohl Sönke Lohse (882) als auch Frank Gerken (884) gerieten zeitweise ins Straucheln und hatten ihre große Mühe, die gnadenlose Aufholjagd von Andreas Seidel (895) und Jochen Kählert (888) auf der Ziellinie dann doch erfolgreich abzuwehren – den Zusatzpunkt konnten die beiden Störstädter mit ihren Ergebnissen aber nicht mehr retten. Die Itzehoer gewannen die Begegnung knapp mit neun Holz – der dritte Zähler hingegen wurde von den Halstenbekern in den Kreis Pinneberg entführt.
Das Fazit: VISK-Sprecher Guido Schümann: "Das war‘s dann - leider. Nach sechzehn Jahren Zugehörigkeit zur höchsten Punktspielstaffel der Bohle-Kegler in Deutschland müssen wir den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten. Für das noch verbleibende Programms in dieser Saison - vier Auswärts- und zwei Heimbegegnungen stehen noch auf dem Plan - geht es für uns jetzt darum, dass wir uns mit guten Leistungen und würdevoll aus der 1. Bundesliga verabschieden. Unsere Sportwarte Stephan Zipkat und Renate Ledtje haben als Ziel für die Zukunft den möglichst sofortigen Wiederaufstieg ins Auge gefasst."
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